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Studie untersucht Wirkung von CBD auf simuliertes Fahren

Aktualisiert: 22. Dez. 2022

In einer kürzlich veröffentlichten Studie erörtern Forscher die Ergebnisse einer randomisierten klinischen Pilotstudie, in der anhand von Fahrsimulationen untersucht wurde, ob die durch die medizinische Verwendung von Cannabidiol (CBD) hervorgerufene Müdigkeit und Schläfrigkeit Auswirkungen auf die Fahrsicherheit hat.

Studie untersucht Wirkung von CBD auf simuliertes Fahren

Angesichts der zunehmenden Belege für die therapeutischen Eigenschaften von Cannabidiol (CBD) hat die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) das CBD-Medikament Epidiolex zur Behandlung schwerer Epilepsieformen (Dravet-Syndroms und Lennox-Gastaut-Syndrom) sowie der tuberösen Sklerose bei Kindern zugelassen.


Bekannte Nebenwirkungen von CBD sind Müdigkeit und Schläfrigkeit. Während verschiedene placebokontrollierte klinische Studien die Wirksamkeit von CBD in klinischen Populationen mit neuropsychiatrischen und neurologischen Problemen untersucht haben, gibt es keine Studien, die die Auswirkungen von frei käuflichen CBD-Produkten auf das Autofahren untersucht haben.



Durchführung der Studie


In der Studie vergleichen die Forscher die simulierte Fahrleistung von Erwachsenen, denen nach dem Zufallsprinzip rezeptfreies CBD in einer Dosis von 300 Milligramm oder ein Placebo verabreicht wurde. Die Studienteilnehmer waren zwischen 18 und 30 Jahre alt, nahmen keine verschreibungspflichtigen Medikamente ein und litten nicht unter chronischen Erkrankungen. Von der Studie ausgeschlossen wurden Personen, die in der Woche vor der Durchführung der Studie CBD konsumiert hatten.


Alle Teilnehmer mussten eine demografische Umfrage sowie verschiedene kognitive und psychomotorische Tests absolvieren. Anschließend wurden sie nach dem Zufallsprinzip der CBD-Behandlungs- oder der Placebogruppe zugeteilt. Nach Verabreichung des CBDs oder des Placebos führten alle Teilnehmer eine Fahrsimulation gemäß den Anweisungen durch.


Ergebnisse der Studie


Die Ergebnisse der simulierten Fahrleistung unterschieden sich nicht signifikant zwischen der CBD- und der Placebo-Gruppe. Allerdings wiesen die Teilnehmer der CBD-Gruppe eine um 35 Prozent höhere Kollisionswahrscheinlichkeit auf als die Teilnehmer der Placebogruppe. Außerdem fuhren die Teilnehmer, denen CBD verabreicht wurde, langsamer als die Teilnehmer, die das Placebo erhielten.


Die Forscher sind der Ansicht, dass die Studienergebnisse zwar nicht signifikant sind, aber dennoch zur Vorsicht mahnen. Die Teilnehmer der CBD-Gruppe schnitten etwas schlechter ab als die Teilnehmer der Placebogruppe. Fahrer, die beeinträchtigt sind, haben im Allgemeinen eine langsamere Reaktionszeit sowie Schwierigkeiten, die Geschwindigkeit beizubehalten und auf der Fahrspur zu bleiben.


Zu den Einschränkungen der aktuellen Studie gehört die Tatsache, dass den Teilnehmern nur eine Dosis CBD verabreicht wurde, da bei normalem Konsum möglicherweise mehr als eine Dosis oder höhere CBD-Konzentrationen verwendet werden. Außerdem wurde zwar eine zweistündige Wartezeit eingehalten, um die maximale Absorption nach der Einnahme zu gewährleisten, aber bei einigen Teilnehmern war die volle Wirkung von CBD möglicherweise noch nicht erreicht, als der Fahrsimulationstest durchgeführt wurde.



Quelle


Rudisill, T. M., Innes, K., Wen, S., et al. (2022). The effects of cannabidiol on the driving performance of healthy adults: a pilot randomized clinical trial. AJPM Focus, 100053. doi:10.1016/j.focus.2022.100053






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